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Foto: picture alliance/DUMONT Bildarchiv/Georg Knoll











SO SEHR LIEBT

DER WINZER

DEN WEINBERG,

DASS ER

SEINEN SOHN

FÜR IHN HINGIBT.

DAMIT WIR

FRUCHT BRINGEN

UND NIEMAND

VON JESUS

GETRENNT WIRD.

Ausgelegt!

Bibelwort Johannes 15,1-8 (zum Evangelium vom 5. Sonntag der Osterzeit)


Wenn Jesus in Gleichnissen predigte, dann benutzte er immer Bilder aus dem Lebensumfeld seiner Hörer. Die waren ihnen vertraut, die konnten sie verstehen. – Ich sehe vor meinem Auge einen Weinstock, eng mit ihm verbunden eine Anzahl Trauben. Wer kennt heute noch Weintrauben anders als aus dem Obstregal im Supermarkt oder vom Obstverkäufer auf dem Wochenmarkt? Dennoch ein Bild, das zum Nachdenken einlädt: Die Trauben machen keinen besonderen Eindruck, klein sind sie, besonders saftig oder süß sehen sie nicht aus. Für mich ein tröstlicher Gedanke; ich muss kein Superchrist sein, muss nichts Besonderes hermachen, entscheidend ist meine Verbindung zum Weinstock.

Um das Bild vom Weinstock und den Reben tiefer verstehen zu können, benötige ich „Zusatzinformationen“: Der Weinstock galt in Israel als der Baum des Messias, in Griechenland als Symbol der Fülle des Lebens. Wenn Jesus sich als den wahren Weinstock bezeichnet, dann verspricht er uns, dass er die Hoffnungen erfüllt, die Menschen mit dem Weinstock verbinden. Auch wenn wir aufgerufen sind, Frucht zu bringen – die Fülle, die Erfüllung unserer Sehnsucht kommt von Jesus; dazu sind wir weder aufgerufen noch in der Lage.

 

Michael Tillmann

 

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG;

2. Bild links: Bild: Doris und Michael Will In: Pfarrbriefservice.de

Bild rechts oben: Ursula Graber; In: Pfarrbriefservice.de




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