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© Cäcilia Hille

 11. Nordhäuser Krippenweg

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Die Adventszeit ist eine Zeit der Buße und der Umkehr. Das ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten, nur noch die liturgische Farbe (violett ) und das Evangelium des Sonntags erinnern daran. Johannes findet harsche Worte. Er sieht auf seine Gesellschaft und erkennt, dass vieles im Argen liegt. Ich glaube, wenn er auf die heutige Welt blicken würde, könnte sein Urteil nicht anders ausfallen. Deshalb möchte ich mich von seinen Worten ansprechen lassen, möchte nicht auf die anderen verweisen, auf die Gesellschaft, auf die Welt.

Wenn es um meine Schuld geht, sage ich „Ich“, und nicht „Wir“ oder „Man“.


Foto: Tillmann

Ausgelegt!

Bibelwort: Matthäus 3,1-12

(zum Evangelium vom 2. Adventssonntag)


Ein Extremist mit einer wilden Botschaft, ernste Töne im heimeligen Advent – das ist das Erste, was ich in diesem Sonntagsevangelium höre. Doch dann stolpere ich über das kurze Zitat, mit dem Worte und Wirken von Johannes dem Täufer zusammengefasst werden: „Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!“  

Gott will also einen Boten, einen Pfadfinder. Einen, der unüberwindliche Hindernisse beiseiteschafft, schwierige Pfade auch für Gehbehinderte einfach macht. Klar ist das alles eine Stellenbeschreibung für den Prediger am Jordan. Aber ist es nicht auch eine für uns Menschen im Advent? Alles vorbereiten, damit Gott kommt? Buckelpisten glätten, damit sie zum Aufbruch einladen, Wege in Gottes Reich markieren?

Wenn Gott kommt, sind wir gefordert. Und das ist kein Job für Extremisten. Sondern für Sie und mich.

 

Christina Brunner

"Schwarmintelligenz"

ist ein neues Modewort. Ursprünglich meinte es, dass das Verhalten Einzelner das Verhalten einer größeren Gruppe prägen kann. Heute wird es oft als Ausrede benutzt: „Was viele tun, kann nicht falsch sein, also mache ich mit.“ Das ist natürlich falsch. Die Geschichte ist voller Beispiele, dass die Mehrheit nicht immer im Recht ist. Schon immer war es verführerisch einfach, im großen, breiten Strom mitzuschwimmen. Auch zu Zeiten Johannes des Täufers. Um aus einem solchen Trott auszubrechen, braucht es manchmal einen starken Impuls. Vielleicht tritt Johannes deshalb in Wort, Tat und Aussehen so harsch auf.

Sanftes Säuseln rüttelt selten auf.


Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG


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